28. Tagung der Vereinigung der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht an der Hochschule Bochum

28. Tagung der Vereinigung der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht an der Hochschule Bochum

Über 50 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, die juristische Fächer an Fachbereichen/Fakultäten für Wirtschaft bzw. Wirtschaftsprivatrecht sowie an (Fach)Hochschulen für Verwaltung und Polizei vertreten, trafen sich vom 31. Mai – 2. Juni 2018 zu der 28. Jahrestagung der Vereinigung der Hochschullehrer für Wirtschaftsrecht. Tagungsort war dieses Jahr die Hochschule Bochum im Ruhrgebiet. Die Vereinigung stellt seit über 28 Jahren ein institutionalisiertes Forum für den fachlichen Austausch und die persönliche Begegnung von Professorinnen und Professoren, die juristische Fächer an (Fach)Hochschulen vertreten, dar. Organisiert und moderiert wurde die ausgezeichnete Veranstaltung von Prof. Dr. Eva Waller, Prof. Dr. Reinhard Kohl und Prof. Dr. Lars Renner von der Hochschule Bochum.

Die Jahrestagung, die sich traditionell mit ausgesuchten juristischen und hochschulpolitischen Inhalten befasst, stand diesmal im Zeichen der Digitalisierung. Unter dem Motto „Recht im Wandel“ nahmen die Teilnehmer an einem interessanten und vielfältigen Programm teil. Die Tagung wurde am Donnerstagnachmittag mit einem Vortrag von Prof. Dr. Ludwig Gramlich, TU Chemnitz, zur aktuellen EU-Datenschutzgrundverordnung eröffnet. Der Vortrag endete mit der spannenden Frage, ob die EU-DSGVO gesamtgesellschaftlich den Aufwand wert ist. Die anschließenden Beiträge widmeten sich dem Thema „Autonomes Fahren“. Prof. Dr. Stefan Müller-Schneiders von der Hochschule Bochum beschrieb die fünf Schritte zum autonomen Fahrzeug und Prof. Dr. Volker Lüdemann, Hochschule Osnabrück, betrachtete das „Autonome Fahren als Herausforderung für Recht und Gesellschaft“. Der erste Veranstaltungstag klang aus mit einer Stadtführung durch Bochum und einem gemeinsamen Abendessen.

Am Freitag ging die Tagung mit einem Vortrag des Direktors des Arbeitsgerichts Bochum, Christian Vollrath, zum Thema „Justiz 4.0 – Der Einzug der Digitalisierung in die Arbeitsgerichtsbarkeit“ weiter. Im Anschluss begeisterte Prof. Dr. Thorsten S. Richter von der HTW Dresden das Publikum mit seiner „10-Schritte-Anleitung“ für die Konzeption von Online-Kursen und überzeugte eventuell, dass E-Learning in den Rechtswissenschaften möglich und sinnvoll ist. Das Tagungsprogramm endete am Freitag mit einem Workshop zum Thema „Digitalisierung der Hochschule aus mediendidaktischer Perspektive“. Dieser wurde von Katrin Schulenberg vom Learning Lab der Geschäftsstelle elearning.nrw der Universität Duisburg-Essen geleitet. Am Abend fuhren die Teilnehmer zur Zeche Zollern. Die Führung durch eines der interessantesten Museen für Industriegeschichte und -kultur stellte den Höhepunkt des Rahmenprogrammes dar. In einem schönen Gastronomieambiente auf dem alten Industriegelände haben die Teilnehmer den Abend begeistert ausklingen lassen.

Am Samstag begrüßte Prof. Dr. Michael Hakenberg, Hochschule Trier, die Teilnehmer mit einer sehr gelungenen Darstellung der aktuellen „EU-Initiative zu rechtlichen Aspekten der Bereitstellung digitaler Inhalte“. Besonders hervorgehoben wurde der Ansatz der Europäischen Union, die Bereitstellung von personenbezogenen Daten als Gegenleistung für eine vertragliche Leistung anzuerkennen. Die schöne Tagung endete mit einer Präsentation zur Frage, ob „Fachverlage im Digitalisierungsprozess Treiber oder Getriebene“ sind. Herr Herrmann Ruckdeschel, Geschäftsbereichsleiter Produkt- und Medienentwicklung im RICHARD BOORBERG VERLAG GmbH & Co. KG konnte interessante historische Einblicke in die Entwicklung der juristischen Fachverlage und einen Ausblick für deren Zukunft geben.

Der fachliche Austausch, die persönliche Begegnung mit Kollegen sowie die Vorschläge zur fachdidaktischen und methodischen Optimierung der Lehre motivieren viele Professorinnen und Professoren zur Teilnahme an der jährlichen Tagung der Vereinigung. Auf die nächste Tagung, die vom 20.-22. Juni 2019 in Wolfenbüttel stattfinden wird, freuen sich viele bereits jetzt schon. Bis dahin, Glück auf!

 

Prof. Dr. Dimitra Tekidou-Kühlke LL.M., MLE

HSVN – Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen

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